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Warum heben wir Vergütungen auf interne und externe Festplatten in PC, Notebooks u.ä. ein ?

  • Laut österr. Urheberrechtsgesetz hat jede(r) das Recht, urheberrechtlich geschützten Content (Musik, Film, Literatur etc.) zum eigenen und privaten Gebrauch zu vervielfältigen und zu kopieren. Dafür steht den betroffenen Rechteinhabern eine angemessene Abgeltung zu - das ist die Urheberrechtsabgabe (URA) oder auch Leerkassettenvergütung.
  • Die betroffenen Rechteinhaber sind Autoren, Musiker, Komponisten, Schauspieler, Filmregisseure, Verlage, kleine und große Musikproduzenten, Textautoren - also die österreichischen Künstler und Kreativwirtschaft.
  • Die URA wurde 1980 in Österreich eingeführt. Waren ursprünglich nur die Kassetten davon erfasst, wurde sie nach und nach im Zuge des technologischen Wandels und der mittlerweile zahlreichen Möglichkeiten des Kopierens auf digitale Medien wie CD-R und DVD-R, MP3 Player, USB-Sticks und Festplatten in DVD Recordern und Sat-Receiver ausgedehnt.
  • Einfaches Handling, digitale Qualität, sinkende Preise haben in den letzten Jahren dazu geführt, mehr und mehr auf Festplatten zu kopieren und weniger auf CD und DVD. Die Verkäufe dieser Produkte gehen massiv zurück.
  • Die Ausstattung der privaten Haushalte mit PCs, Notebooks und externen Festplatten hat sich im Vergleich dazu von 2003 auf 2010 etwa verdreifacht.
  • Die Speicherkapazitäten haben sich vervielfacht. Z.B hat sich bei externen Festplatten der Schwerpunkt in den TB-Bereich (= 1.000 GB) verlagert.
  • Größere Speicherkapazitäten - größere Nutzung: Audio- und Video-Inhalte auf den Festplatten haben sich von 2003 auf 2010 vervielfacht.
  • Ein privater User hat im Durchschnitt rund 2 ½ Tausend Musiktitel auf der internen Festplatte, die Bandbreite reicht bis weit über 30 Tausend Musiktitel!
  • Auf der externen Festplatte hat ein privater User im Durchschnitt über 5 ½ Tausend, auf einer Multimediafestplatte sogar im Durchschnitt 7 ½ Tausend Musiktitel gespeichert, die Bandbreite bei externen Festplatten reicht bis über 150 Tausend Titel!!!
  • Nur ein geringer Teil des auf PCs, Notebooks und externen Festplatten gespeicherten Audio- und Video-Contents wurde von Internetplattformen, wie. z.B. iTunes, gekauft.
  • Im Lauf der Jahre wurden die Tarife auch an die sinkenden Produktpreise angepasst. Fazit: die Speicherkapazitäten haben sich in den Jahren 1998 bis 2008 verzehnfacht (Handys und PC ausgenommen), die Einnahmen haben sich jedoch nur verdoppelt. Seit dem Jahr 2008 sind die Einnahmen jedoch um ca. 30 % zurückgegangen, sodass sie im Jahr 2010 auf dem Niveau von 2002 stehen - dies in Zeiten, in denen mehr Technologie als jemals zuvor zum Kopieren zur Verfügung steht und mehr kopiert wird's als jemals zuvor.
  • Die URA wird nur von den Verwertungsgesellschaften eingehoben. 50 % der Einnahmen stehen dem Fonds für soziale und kulturelle Förderungen (SKE) der Verwertungsgesellschaften zur Verfügung. Damit werden Nachwuchskünstler in Österreich gefördert, aber auch soziale Förderungen z.B. in Notlagen, Alterszuschüsse u.ä. finanziert.
  • Der Rückgang bei den Einnahmen bedeutet nicht nur ein langsames Austrocknen der Fördertöpfe, sondern auch einen starken Rückgang bei den Einnahmen der Künstler.
  • Der Tarif beträgt für die Mehrheit der betroffenen Festplatten je nach Speicherkapazität zwischen € 12,- und € 15,-. Der Tarif orientiert sich an der Nutzung laut Untersuchungsergebnissen. Die kürzlich in Deutschland verlautbarte Gerätevergütung für PC beträgt € 15,-.
  • Abgrenzung: unterm Strich zahlt die Vergütung nur der private Nutzer, für die Nutzung in Firmen und Institutionen wie Krankenhäuser und Ämter ist keine Vergütung zu zahlen bzw. kann diese zurückgefordert werden.
  • Nachdem die Wirtschaftskammer Österreich Verhandlungen abgelehnt hat, haben wir die Tarife im Juli 2010 veröffentlicht, um unseren Forderungen Nachdruck zu verleihen.
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AUSTRO-MECHANA
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